„Wer tanzen will, muss f***bar sein…“

Triggerwarnung: sexualisierte Gewalt

Es ist Samstagmorgen 6:30 und ich komme das erste Mal nach etlichen Jahren von einer Hetero-Party. Ich bin unglücklich. Ich bin verstört. Ich könnte vor Wut weinen und bin von dem Gefühl der (erneut) gemachten Erfahrungen wie gelähmt.
Das ist nicht meine Welt! Und ich frage mich, wie es überhaupt jemenschens Welt sein kann.
Ich komme rein und entgehe nur knapp einem blauen Auge. Zwei Frauen* prügeln sich fast. Genau genommen tuen sie es tatsächlich, sie sind nur nicht mehr nüchtern genug um  sich gegenseitig zu erwischen. Statt dass eine Person eingreift, stehen grölende Typen drum herum, die es geil finden und ekelhafte Sprüche ablassen. Und mir wird das erste Mal schlecht. Weil ich aber lange mit mir gerungen habe, ob ich dort noch vorbei schaue oder nicht, die Musik gut finde und tatsächlich 10Euro Eintritt gezahlt haben, beschließe ich zu bleiben.
Ich bin keine weiteren 10 Minuten da, da fängt ein Typ an sich seine Brust zu reiben, und starrt auf meine mit einem fragenden Gesichtsausdruck. Ich gebe ihm meinen „nicht mal in Deinen Träumen, Arschloch“-Blick, er hebt die Hände, leckt sich über die Lippen und ich drehe mich weg. Doch statt die Party zu verlassen verdrücke ich mich ins Gewusel.
Was beim Einlass kein Mensch erwähnt hatte, war dass an dem Abend gefilmt wird. Wie selbstverständlich geht der Kameramensch davon aus, dass es niemenschen stört im Bild zu sein. Mensch hat auch gar keine andere Wahl. Denn der Kamera zu entkommen, ist in einem „Club“, der gerade mal doppelt so groß wie mein Schlafzimmer ist, unmöglich. Ich fühle mich belästigt. Von der Kamera, von den Typen, von den Blicken.
Ich versuche das Alles einfach auszublenden, denn noch immer find ich die Musik eigentlich ganz gut. Ich versuche zu tanzen.
Zwei Minuten später klebe ich an der Wand. Denn wer sich nicht „sexy“ genug bewegt, wird an die Mauer gedrängelt. Mackernde Typen nehmen den Raum ein und eine Frau, die Platz zum tanzen will, muss sich diesen verdienen indem sie sich an der Stange räkelt oder mit den Händen an der Brust und zwischen den Schenkeln so tanzt, dass die Assoziation klar ist. Einige Meter neben mir sehe ich eine junge Frau*, die ebenfalls durch bullige, grölende, ignorante Typen an die Clubwand gedrängt wurde. Als nicht-schlanker Mensch ist sie auch raus. Aber im Gegensatz zu mir versucht sie es. Ich sehe, wie sie verunsichert zu den Frauen in der Mitte schaut und versucht sich genauso zu bewegen. Die Typen finden‘s bei ihr nicht geil, also ist sie nicht existent. Hat keine Daseinsberechtigung. Warum filmt die Kamera das eigentlich nicht?

Mir stehen inzwischen die Tränen in den Augen. Ich möchte eigentlich sofort gehen. Ich kann aber nicht. Ich fühle mich so misshandelt, dass ich vollkommen gelähmt bin. Außerdem hab ich vor 20 Minuten schon einmal versucht meinen Standort zu wechseln. Ich kam aber nicht weit. Schränke von Typen versperren mir den Weg. Die einen, weil sie mich nicht wahrnehmen, die anderen, weil sie es amüsant finden sich mir demonstrativ in den Weg zu stellen, um mir, mit einer Körperhaltung die Besitzansprüche und schlimmeres suggeriert, auf die Brust zu starren.
Ich durchleide Höllenqualen. Aber irgendwas in mir sagt, ich möchte das Feld nicht einfach räumen. Möchte vor dieser mackernden Dominanz nicht Kleinbei geben. Dem restlichen Teil von mir ist schlecht. Möchte weinen, schreien, fühlt sich missbraucht, vergewaltigt, ist in Not.
Dann kommt ein Typ, lehnt sich über mich, stützt mit der Hand an der Mauer hinter mir ab. Zu nah denke ich und bekomme Angst. Und endlich macht es klick. Ich muss raus hier. Ich schnappe mir meine Sachen, winke lächelnd (warum eigentlich) der Bekanntschaft hinter dem Tresen zu und verschwinde. Drängle die Typen weg. Schlage fast schon um mich.

Ich habe das nicht vermisst und ich hasse die die Welt dafür, dass sie so ist. Ich hasse es, dass mein Herz jetzt weh tut, dass ich mich jetzt furchtbar fühle, dass ich es bin, die jetzt leidet. Diese Typen gehen nach Hause, fühlen sich gut und befeiern sich nächstes Wochenende wieder auf Kosten einer Hand voll Frauen*, die es zum größten Teil nicht besser wissen. Und ich. Ich merke wieder einmal, dass ich lieber den begrenzen Bewegungsspielraum meiner Bubble hinnehme, als mich von Scheiße erschlagen zu lassen zu müssen.
Denn am Ende bin ich es die zahlt und nicht die.

Nachtrag: Habe nachts von einer Kackscheiße-Bubble für Idioten und einer bewegungsfreien Welt für mich geträumt. Das wäre für mich eine brauchbare Alternative, als Übergang zu einer besseren Gesellschaft.

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30 Gedanken zu “„Wer tanzen will, muss f***bar sein…“

      1. ok, das war an die_den 1. Kommentator_in gerichtet, jetzt siehts so aus als würde es an die autorin des eintrag gehen!sorry

  1. @ Christian -Alles Evolution.: Ach so, die Party war also nicht typisch? Und das weißt du? Mit deinem als männlich* gegenderten Namen und Bild erscheint es mir nicht so, als ob du den gleichen Erfahrungshorizont hättest und deshalb in irgendeiner Form beurteilen könntest ob das „typisch“ war oder nicht. Und warum soll sie nochmal hingehen, als Test? Was genau hätte sie davon? Außer noch einer Chance für Räume, deren erste Chance das oben beschriebene bestimmt nicht war. Alter! Hinhören, Mund halten, selbst anders machen. Anstatt Ratschläge zu verteilen! – Ende.

    Falls dir das oben geschriebene zu krass erscheint kannst du es gerne nicht veröffentlichen. Dieser vermeintlich „freundlich-neutrale“ Kommentar oben, der dabei aber den gesamten Post verneint und deine Erfahrung einfach als un-„typisch“ wegredet, hat mich einfach zu wütend gemacht.
    Ich kenne diese Erfahrungen so sehr gut.
    Deshalb bin ich seit langem nicht mehr auf einer „hetero-Party“ gewesen.
    Es tut mir Leid, dass du (wieder einmal) einen so furchtbaren Abend erleben musstest. Und hoffe für uns alle auf viele weitere schöne „Bubble-Partys“! 🙂
    Solidarische Grüße, R.

    1. @ R: Vielen Dank!
      Leider ist das eine Reaktion, die ich von mehreren Seiten bekommen habe. Das sei keine „typische Party“ gewesen. Das waren aber auch fast alles Menschen, die sich ausschließlich in heteronormativen Zusammenhängen bewegen und zum größten Teil Typen. Ich nehme das in diesem Rahmen hin, weil ich zum Einen keinen Bock auf die Diskusion habe, woran es liegen könnte, dass ich diese unangenehmen Performances wahrnehme und diese Menschen nicht. Zum Anderen hab ich keine Lust mich für meine Wahrnehmung und mein Empfinden zu rechtfertigen, denn letztlich ist es egal ob typisch oder nicht, ich habe das Recht es scheiße zu finden.

      Umso mehr danke ich Dir für Deine Solidarität und tanze in meiner Bubble das nächste Mal für Dich mit.
      Grüße,
      Debs

      1. @dontdegradedebsdarling
        Hochinteressant, du redest jetzt von deiner Wahrnehmung, so als wärst du dir nicht sicher, dass andere die gleiche Wahrnehmung haben.

        Christian hat sich doch überhaupt nicht auf deine Wahrnehmung bezogen, sondern nur gesagt, dass es bessere Hetero-Partys gibt, auf denen du dich vielleicht wohler fühlst.

        Was hast du denn für Erfahrungen mit Hetero-Partys? Bist du schon auf besseren gewesen?

    2. Verstehe diese Antwort von R einfach nicht.

      „Ach so, die Party war also nicht typisch? Und das weißt du?“

      Das Wort „typisch“ setzt einen Vergleich voraus.
      Etwas ist dann typisch, wenn es der Mehrzahl der Fälle entspricht.
      Jemand, der auf vielen Partys war, kann prinzipiell deshalb eher sagen, ob etwas typisch ist, als jemand, der nur auf einer war. Wer nur auf einer war, kann definitiv nicht beurteilen, was an den Ereignissen typisch ist oder nicht. So weit, so logisch, oder?

      „Mit deinem als männlich* gegenderten Namen und Bild erscheint es mir nicht so, als ob du den gleichen Erfahrungshorizont hättest“

      Jein. Der Text redet von beobachtbaren Ereignissen. Abstände zwischen Personen kann ich beispielsweise abschätzen oder messen. Mache ich das mehrfach, kann ich auch feststellen, ob es typische oder untypische Abstände sind.

      Auch ausgestreckte Arme sind beobachtbare Größen. Wenn du mit „Erfahrungshorizont“ meinen solltest, dass jemand es nicht gewöhnt ist, auf solche Sachen zu achten, dann kann das im Einzelfall stimmen. Sobald die Person aber ihr Augenmerk drauf richtet, ist es egal, ob sie männlich oder weiblich ist. Weil – es geht ja im Text an vielen Stellen nicht ums Gedankenlesen, sondern um die Beobachtung und Beschreibung von Ereignissen.

      Ob man sich in einer Umgebung wohlfühlt oder nicht, ist hingegen eine ganz andere Frage. Die nichts mit „typisch/untypisch“ zu tun hat, sondern mit den eigenen Vorlieben. Und bei denen gibt es kein richtig oder falsch.
      Insofern wünsche ich der Autorin viele Partys, die zu ihr passen und bei denen sie sich wohlfühlt.

    3. Bin lange auf nicht als homofreundlich(=hetenparty) beworbene Gruftipartys gegangen und habe als bi-frau keine oben beschrieben Erfahrungen gemacht. Das war u.a auch n grund, warum ich da viel hinbin, ich bin nicht einmal auf den Gruftipartys belästigt worden, in 99% der Fälle(100%idiotenfrei ist fast unmöglich) konnten sich die Besucher benehmen-wenn nicht kam die security, zudem waren die Partys eher klein und dadurch familiär, man bekam bei Übergriffen schnell Hilfe(auf einer Party war ich mal neu und sah nen Streit zwischen 2 Kerln die sehr schnell durch Gäste deeskaliert wurde.
      Idr kannte man sich, auf der Tanzfläche war Platz für alle(ausser vll der gassenhauer des Tages kam, dann trat man sich

      schonmal auf die Füße( und entschuldigte sich hinterher!)

      Auf einener halbwegs normalo-Party(Indie) war ich einmal. Auf das vom creepern angebaggert werden und obszönen bs kann ich verzichten-auf solche Partys würd ich auch nie allein gehen-bei meinen Goth-partys hatte ich nie bedenken.

      War aber schon lange nimmer weg, is einfach nicht mehr so mein ding.

      1. Genau die gleichen Erfahrungen habe ich auch gemacht (Goth vs. „Mainstream“ Parties)- für mich DER Grund (neben der Musik), nur noch da hinzugehen, wo ich mich wohl fühle.
        Ich liebe es, wegzugehen und zu meiner Lieblingsmusik zu tanzen- aber solche Mackereien verderben mir echt die Stimmung und ich finde es einfach nur widerlich… Bin auch für mehr Plätze, die frei davon sind!

  2. Als ich auf einer Homo-Party war gab’s auch Selbstdarsteller_Innen* jeglicher queerer Couleur die sich in den Mittelpunkt gedrängt haben und das übliche Geschiebe in der Masse, vor der Bar, überall Blicke, Angebote… ich sehe wenige Unterschiede zur Heten-Party, von daher erscheint mir die Herausstellung der vermuteten sexuellen Orientierung der Partygäste als scheinbar wichtiger Faktor für das „gewalttätige“ Verhalten diskriminierend und bösartig.

  3. Ich (cis, männlich, hetero,. weiß) mag solche Parties auch nicht. Deshalb gehe ich nicht hin. Ich käme aber nie auf die Idee, über Menschen, die auf solche Parties gehen, zu urteilen. Über Menschen, die anders leben (wollen) als ich.

    Warum meinst du sind die Frauen, die du auf dieser Party getroffen hast, dort hingegangen und nicht auf eine eurer Bubbleparties?

  4. Nochmal eine Frage an dontdegradedebsdarling:

    Bist du dir sicher, dass die „Typen“ dich absichtlich an den Rand gedrängt haben? Ich könnte mir vorstellen, dass man bei Überfüllung der Tanzfläche ein bisschen forscher sein muss, um in die Mitte zu kommen, denn wahrscheinlich gibt es einen gewissen Drang zur Mitte, weil niemand ganz am Rand stehen will. Die junge Frau neben dir hat ja auch nicht gleich aufgegeben.

    Sicher gibt es in dieser Mitte Frauen, die ihre Reize auf Männer ausspielen, und Männer, die darauf abfahren, aber das muss dich ja nicht stören.

  5. Hej Debs! Schön, dass du dich über meinen Kommentar gefreut hast!
    Die anderen Kommentare sind mir einfach zu krass.
    Ich bräuchte sehr viel Mut um meine Erlebnisse so aufzuschreiben, wie du es tust und ich fühle mich sehr vor den Kopf gestoßen/in den Magen geschlagen von den Kommentaren hier.
    Erst mit dem Pingback habe ich mir den „Alles Evolution“-Blog von „Christian“ angesehenund bin echt entsetzt. Mit Menschen, die so verachtend/disrespektieren sind und zudem einfach eindeutig einer anderen Weltsicht angehören diskutiere ich nicht! Wozu auch? Sie werden bei ihrer biologistischen, maskulinistischen, frauen-nicht-respektierenden Weltsicht bleiben, egal was ich sage! Und auch Witze über Lesben-Partys kann ich von Lesben gerne hören, muss ich mir von anderen aber einfach nicht anhören!
    Mich haben die Kommentar-Richtlinien von feministischen Blogs und die Posts wie es dazu gekommen ist immer sehr interessiert, zB. Mädchenmannschaft, takeoverbeta und die Einzelblogger_innen von takeoverbeta, zB kiturak und Bäumchen. Dort würden sie solche Kommentare nicht veröffentlichen. Hast du dich bewusst gegen so eine Strategie entschieden, oder käme das vielleicht auch in Frage?

    Zitat von Dir, Debs: „…weil ich zum Einen keinen Bock auf die Diskusion habe, woran es liegen könnte, dass ich diese unangenehmen Performances wahrnehme und diese Menschen nicht. Zum Anderen hab ich keine Lust mich für meine Wahrnehmung und mein Empfinden zu rechtfertigen, denn letztlich ist es egal ob typisch oder nicht, ich habe das Recht es scheiße zu finden. “
    Genau! Ich meine ganz genau! Und deshalb würde ich (zumindest nach dieser neuen Lerninfo grade) so einen Kommentar (und eben erst recht die folgenden, inclusive meinem) als Derailing einstufen und ggf eben auch nicht öffentlich machen. Denn in dem Post geht es um deine Wahrnehmung und deine Gefühle und deine Schmerzen. Und das ist einfach das was zählt.

    Liebe, entsetzte Grüße,
    R.

    1. @ R.
      „Erst mit dem Pingback habe ich mir den “Alles Evolution”-Blog von “Christian” angesehenund bin echt entsetzt. Mit Menschen, die so verachtend/disrespektieren sind und zudem einfach eindeutig einer anderen Weltsicht angehören diskutiere ich nicht! Wozu auch? Sie werden bei ihrer biologistischen, maskulinistischen, frauen-nicht-respektierenden Weltsicht bleiben, egal was ich sage!“

      Mit dieser Ansicht bist du nicht allein.
      Ich habe dort eine Zeit lang mitdiskutiert, tue das aber schon seit langem nicht mehr, weil ich keinen Sinn darin sehe, dort meine Zeit zu verplempern. Ich schaue nur noch ab und zu mal rein, nur um mich direkt wieder kopfschüttelnd abzuwenden, wenn ich sehe wie unterirdisch sich das Niveau entwickelt hat, weil der Blogbetreiber nicht willens oder in der Lage ist, seine Seite einigermaßen zu pflegen, weil ihm Zugriffszahlen und viele Kommentare wichtiger sind als alles andere. Sowohl er als auch 80% der Kommentatoren sind schubladenabhängige, schwarz-weiß-denkende, verbohrte, narzisstische, kritik- und diskussionsunfähige, des verstehenden Lesens nicht mächtige, eigene Defizite auf andere projizierende, arrogante Neurotiker, für die alle Frauen gestörte Männerhasserinnen sind, die eine andere Sichtweise haben als sie selbst. Und einige von denen sind auch ziemlich offen misogyn, feindselig und dauerbeleidigt.
      Nee, das sind wirklich nicht die Kreise, in denen ich mich bewegen will.

      1. Wie ich diese Idioten verachte, die nichts anderes zu tun haben, als mit dem Finger auf andere zu zeigen nur um diese in Gemeinschaftsarbeit mit anderen Idioten zu bashen, damit sie sich nicht mit ihren eigenen Defiziten beschäftigen müssen. Da kann man nur drauf spucken. Erbärmlich sowas.

        Petra hat ganz Recht. Weitermachen. Nicht still bleiben. Idioten sind nicht wichtig.

  6. Props und support an jene, die hier und anderswo ihre Erfahrungen mit Kackscheissen jedweder Richtug öffentlich machen! Ihr seid toll, stark, schön, ehrlich und vieles gutes mehr, Ihr macht Hoffnung auf eine Verschönerung des Lebens!

    Und ohjeh, was geht mit den Kommentaren? Typische Denialstrategien, die schmerzhaft zu lesen sein müssen, schmerzhalft sind, auch für mich als teils normmarkierten, teils differenzmarkierten Mann. Auch deswegen schmerzhaft, weil die weiter oben kommentierenden Menschen offensichtlich nicht in der Lage sind, selbstständig und vorbehaltlos Realität wahrzunehmen und dann darüber nachzudenken, sondern sofort von ihren Ressentiments und Kann-doch-nicht-sein-Verteidigungsstrategien übernommen und gesteuert werden. „Nein, nein, Sexismus und Mackerverhalten auf Heteropartys gibt es nicht, darf es nicht geben, und wenn doch, dann ist es nicht typisch, nur Ausnahmen, ganz wenige, oder es liegt nur an denjenigen, die so etwas wahrnehmen…“
    Eklig, kommt klar, stellt Euch der Realität, dass Ihr noch so laut schreien könnt, noch so beleidigend und entwertend sein könnt, die Welt wird nicht nur von Euch beschrieben, sondern auch und zunehmend von den anderen, die nicht den gesellschaftlichen Normen von Mannsein, Weißsein, Heterosein etc. entsprechen. Die nehmen Euch wahr, eure Verhaltensweisen und ja, tatsächlich, Ihr werdet auch bewertet und kommt dabei gar nicht gut weg – logisch, weil Ihr durch euer tagtägliches Verhalten dazu beitragt, dass uns der Raum genommen wird, ein gutes und schönes Leben zu führen. Ihr entwertet Menschen, tut ihnen Gewalt an, und nur, weil Ihr zu abgestumpft seid das mitzubekommen, nicht bereit seid, Eure Privilegien zu sehen, nicht anerkennen wollt, dass Ihr Verantwortung habt, heißt das eben noch lange nicht, dass wir Euch und euer Verhalten stillschweigend hinnehmen müssen. Und ja, wir werden immer mehr und immer lauter – das macht Euch Angst, was?

  7. „Ich merke wieder einmal, dass ich lieber den begrenzen Bewegungsspielraum meiner Bubble hinnehme, als mich von Scheiße erschlagen zu lassen zu müssen.“

    wow. unterdessen geht’s mir vergleichbar. nur : ich hatte keine (dt.) worte dafür (weil ich u.a. sog. erstarre engl. freeze) danke ❤
    weil jetzt habe ich, danke dir, worte für erlebtes.

    btw/nebenbei, christian aka alles evolution ist absolut toxisch. überall wo ich kommentare von dem sehe "tauche" ich sonst auf-nimmer-mehr ab.

    viele grüsse

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