Was wäre wenn…

„Was wäre wenn…“ ist ein Spiel , das ich früher bis zum Erbrechen gespielt habe. In den letzten Jahren ist es weniger geworden.
Was wäre wenn die Dinge anders gelaufen wären? Was wäre wenn ich weniger Ressourcen zum Überleben hätte aufwenden müssen. Wenn mein Alltag und mein Leben anders verlaufen wären. Dabei geht es nicht um eine Neuerfindung meine gesamten Biographie. Weiterlesen

(m)ein Krankenhauskörper

Körper verändern sich. Über die Zeit, durch äußere und innere Einflüsse, mal mehr mal weniger. Manchmal fällt es uns selbst auf, manchmal anderen, manchmal niemandem. Ich sehe meinen Körper zur Zeit im Spiegel und kann dabei zusehen, wie er ganz langsam von (m)einem Krankenhauskörper wieder zu MEINEM Körper wird. Es rührt mich zu Tränen. Mal aus Trauer, mal aus Schmerz, mal aus Wut, aus Hilflosigkeit. Weiterlesen

Liebeserklärung an die, die mich nicht will – Nicht gehen und nicht bleiben können

Es gibt Momente, da möchte ich es von Deinen Dächern schreien: Berlin ich liebe Dich! Berlin ist der Ort mit dem ich mein Leben planen will. Ich wünsche es mir. Und gleichzeitig: Das Leben in Berlin macht mich wund. Das weiß ich schon lange. Es tut mir weh, reibt mich auf, manchmal habe ich das Gefühl es verzehrt mich. Und gleichzeitig ist Fortgehen keine Option. Weiterlesen

Wen(n) wir verraten

Mensch kann viele Dinge verraten: Geheimnisse, Lösungen, sich selbst und andere.

Ich denke schon eine ganze Weile über verschiede Aspekte dieses Textes nach und nehme das Gefühl, mich durch das nicht erzählen, selbst zu verraten, zum Anlassen einen Text über sie alle zu schreiben. Ich merke, wie es mir seit Monaten schlecht geht, weil ich mich nicht traue Dinge durch schreiben zu politisieren, die politisiert gehören. Weiterlesen

Infozentrale für antisemitismusspezifische Belange

Anlässlich des 6. äh 8. März war ich heute bei der Frauen*kampf-Demo in Berlin. Nachdem ich anschließend noch zu einem fantastischen Stück Kuchen nach Wedding eingeladen wurde, saß ich seehr müde und dauergähnend in der U5 Richtung zu mir. Neben mir eine ältere Dame (mindestens über 60), die das zum Anlass nahm mich anzusprechen und zu fragen, ob das Sauerstoffmangel oder Müdigkeit sei. Ich antwortete etwas lustlos, dass es sich um Müdigkeit handle und tippe weiter auf meinem Telefon rum. Das stört sie aber nicht und sie fragt weiter: „Langer Tag?“ Ich packe meine Höflichkeit aus und das Telefon ein und sage „Nö gar nicht so lang eigentlich. Aber anstrengend“ Sie nickt zu meinem bisher noch umgedrehten Plakat und fragt „deswegen?“ Ich bejahe das und will eigentlich zurück zu meinem Handy. Sie fragt „was haben Sie denn drauf geschrieben?“ Ich zeige ihr das Plakat: Weiterlesen